EMPFEHLUNGEN DER LOSENSTEINER BIBLIOTHEKARINNEN

Herbst 2019

„Becoming: Meine Geschichte“ (Michelle Obama)

 

Das Buch der ehemaligen First Lady der USA hat mich stark beeindruckt. Michelle Obama schildert ihr bisheriges Leben mit allen Höhen und Tiefen sehr offen, ehrlich und mit viel Wärme.

Man bekommt ein realistisches Bild von dem harten Kampf, dem Farbige in der Welt der Weißen ständig ausgesetzt sind.

Trotzdem haben Michelle und ihr Mann Barack bewiesen, dass Optimismus, unermüdlicher Fleiß und persönlicher Einsatz zum höchsten Amt führen können.

Eine stilvolle Biografie. Große Leseempfehlung unserer Bibliothekarin Susi Kopf!

Sommer 2019

Krokodilwächter (Katrine Engberg)

 

"Krokodilwächter" ist der Erstlingsroman der dänischen Autorin Katrine Engberg und der Auftakt einer neuen Thrillerserie.

 

In Dänemark war das Buch lange Zeit in den vordersten Rängen der Bestsellerlisten. Nun liegt der spannungsgeladene Krimi in deutscher Übersetzung in einer optisch schön gestalteten Edition im Diogenes Verlag vor. Eine brutal ermordete junge Frau wird von einem gebrechlichen Nachbarn aufgefunden. Julie wurde offenbar durch mehrere Messerstiche auf grausamste Weise getötet, zudem hat der Mörder in ihr Gesicht eine Art "Muster" geschnitten. Das Ermittlerteam Jeppe Korner und Anette Werner tappt lange Zeit im Dunkeln, erst durch das Romanmanuskript der Vermieterin des Hauses, Esther de Laurenti, welches ein sehr ähnliches Verbrechen thematisiert, scheinen sich erste Spuren und Hinweise auf den möglichen Täter zu ergeben. Kurz nach dem ersten Mord wird auch Esthers Gesanglehrer und Helfer für alles, der junge Theatergarderobier Kristoffer, umgebracht.

Spannung ist in diesem neuen dänischen Krimi garantiert. Auf verschiedenen Erzählebenen jongliert Engberg geschickt ihre authentisch wirkenden Figuren. Einzig das ziemlich ausufernd beschriebene Privatleben des Kommissars Jeppe, der mit Depressionen, einer Midlifecrisis und seinem Leben nach der Scheidung hadert, stört die Thrillerhandlung ein wenig und verzögert die Lektüre. Trotzdem bleibt die Geschichte bis zum Schluss lesenswert, unterhaltsam und fesselnd und macht neugierig auf eine baldige Fortsetzung der Krimiserie aus Kopenhagen.

 

Quelle: bn.bibliotheksnachrichten, Barbara Tumfart

ACHTUNG: Die Fortsetzung dieser packenden Thrillerserie "Blutmond" findet Ihr auch schon in unseren Regalen!!

Die Schlange von Essex (Sarah Perry)

Ein unterhaltsamer gesellschaftskritischer Roman mit Gruseleffekten aus dem viktorianischen England Ende des 19. Jahrhunderts.

 

Der knapp 500 Seiten umfassende Roman beginnt in der Neujahrsnacht mit dem Unfall eines ertrunkenen jungen Mannes, wodurch ein jahrhundertealter sagenhafter Mythos von der "gefiederten Schlange mit dem schnappenden Schnabel" in dem Dorf Aldwinter an der englischen Südküste wieder virulent wird und die Bewohner in bange Unruhe und Angst versetzt. Diese "sonderbaren Nachrichten aus Essex" sind für die kürzlich verwitwete Londoner Lady aus höheren Kreisen, Cora Seaborn, ein willkommener Anlass, die Stadt mit ihrem autistischen Sohn und der ihn betreuenden Freundin Martha zu verlassen und sich in einem kleinen Hotel in Aldwinter einzuquartieren. Cora fühlt sich nach dem Tod ihres tyrannischen Ehemannes befreit von den ehelichen wie gesellschaftlichen Zwängen und sehnt sich nach einem ungezwungenen Leben in der freien Natur. Das wird ihr gleich in der ungewöhnlichen Begegnung mit einer Art ländlichem "Landstreicher" zuteil, der mit Hilfe ihres Gürtels schließlich ein Schaf aus dem Sumpf rettet. Dieser Mann entpuppt sich als der Dorfgeistliche William Ransom, der für sie zu einer wunderbaren Art von "Lebensmensch" wird. Zwischen ihm, einem anglikanischen Kämpfer gegen Irrlehren und Aberglaube, und Cora, einer Anhängerin von Darwins Evolutionslehre, entspinnen sich heftige Dispute, die letztlich zu einer berührenden, liebevollen Beziehung zweier unterschiedlich denkender Menschen führen, die sich trotz gesellschaftlicher Konventionen herzlich verbunden fühlen.

Eine facettenreiche, angenehm zu lesende Lektüre, die eintauchen lässt in paradigmatische Lebensentwürfe aus der späteren viktorianischen Zeit und ihre politischen wie gesellschaftlichen Umbrüche, Zukunftsängste und Hoffnungen, die auch heute noch als existenzielle Fragestellungen interessant sind.

 

Quelle: bn.bibliotheksnachrichten, Jutta Kleedorfer

Frühling 2019

Flavia de Luce: Mord im Gurkenbeet

 

 

Ein entzückender Krimi für alle Altersstufen, mit jeder Menge britischem Humor über die liebenswerte „Giftexpertin“ Flavia, elf Jahre alt und sehr neugierig und klug. Flavia entdeckt in der Morgendämmerung einen fremden Mann im Garten, der mit dem Wort „Vale“ vor ihren Augen sein Leben aushaucht. Verdächtigt wird ihr Vater. Dogger, der Butler, unterstützt Flavia, um die Unschuld des Vaters zu beweisen – spannend auch das Leben mit den zwei älteren Schwestern und der Köchin, die den ungeliebten Rahmkuchen bäckt. Alle Personen in dem Roman sind sehr lebensecht und ich hab mich gefreut, dass Alan Bradley Fortsetzungen geschrieben hat! Jedes weitere Buch war Wiedersehen pur mit den Protagonisten!

 

Buchtipp von Christl Rief

Junger Mann (Wolf Haas)

 

 

 

Wolf Haas erzählt in diesem Roman von einem übergewichtigen „jungen Mann“, der in den Ferien bei einer Tankstelle aushilft, sich in ein wunderschönes Mädchen namens Elsa verliebt und eine Diät beginnt, um Elsa zu gefallen.

Eine unterhaltsame Geschichte übers Verliebtsein!

 

Buchtipp von Susi Kopf

 

Auslaufmodell  - wohin steuert Franziskus die Kirche? (Paul M. Zulehner – Theologe)

 

 

Papst Franziskus steht für eine andere Art von „Auslaufen“. Das Schiff der Kirche soll aus dem „Hafen der Selbstbeschäftigung“ auslaufen und sich im Sinne des 2. Vatikanischen Konzils weiterentwickeln.

Für jeden der an der Kirche Interesse hat, ein sehr lesenswertes Buch, welches zum Nachdenken anregt.

 

Buchtipp von Susi Kopf

„Ein scheinbar perfektes Leben“ (Michelle Hunziker)

 

 

Die Moderatorin und Sängerin Michelle Hunziker erzählt, wie sie in die Fänge einer Sekte gekommen ist und zu deren Marionette gemacht wurde. Tragisch und unfassbar!

 

 

Buchtipp von Susi Kopf